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Ryanairs virtuelle Businessclass

Die Billigairline verkauft nun auch teurere Tickets für Geschäftsleute – ohne dafür ihre Flugzeuge umzurüsten.

Alle Passagiere sind gleich, aber manche sind gleicher: Kabine eines Ryanair-Jets.Foto: Flickr.com
Alle Passagiere sind gleich, aber manche sind gleicher: Kabine eines Ryanair-Jets.Foto: Flickr.com

Ein Glas Champagner vor dem Start? Breitere Sitze? Besseres Essen? Das bekommen Geschäftsleute bei Ryanair auch künftig nicht. Die irische Billigfluggesellschaft will sie dennoch ködern. Sie führt deshalb die neue Buchungskategorie Business Plus ein, wie Ryanair am Mittwoch (27. August) bekannt gab. Es ist eine Art virtuelle Businessclass. Denn an ihren Fliegern ändert Ryanair nichts.

Wer die teureren Tickets kauft, bekommt die Sitze ganz vorne im Flugzeug, die ein schnelles Aussteigen ermöglichen. Oder er bekommt einen Sitz bei den Notausgängen, wo er mehr Beinfreiheit geniesst. Zudem kann der Businesskunde von Ryanair vor den anderen Fluggästen einsteigen und 20 Kilo Gepäck mitnehmen. Für Businessreisende besonders wichtig: Das Ticket kann am gleichen Tag umgebucht werden. Auch der Wechsel auf ein anderes Ziel im gleichen Land ist möglich.

Hohe Pünktlichkeit, gute Preise und grosses Streckennetz

Wer Business Plus will, muss das bei der Buchung wählen. Wer die einzelnen Dienste später benutzen will, zahlt wie bis anhin separat. Firmen achteten zunehmend aufs Geld, erklärt die Billigairline. Bereits sei ein Viertel der Ryanair-Kunden geschäftlich unterwegs. Mit der hohen Pünktlichkeit, guten Preisen und einem grossen Streckennetz habe man ein gutes Angebot für sie. Nun will man ihren Anteil noch erhöhen.

Ryanair versucht seit einiger Zeit, das Angebot zu verbessern. So wollen die Iren ihr Image ändern und nicht mehr nur billig sein. Dazu wurde bereits die Website umgestaltet. Und es wurde Werbung – bislang für Ryanair ein Fremdwort – geschaltet. Zudem will Ryanair auch vermehrt grössere Flughäfen anfliegen. Bisher konzentrierte sie sich auf kleinere, regionale und billige Airports. Das kommt vor allem bei Businesskunden schlecht an.

Erzrivalin Easyjet ging bereits vor längerer Zeit diesen Weg. Viele der Neuerungen, welche Ryanair nun ankündigt, kennt die orange Airline aus Grossbritannien bereits. Noch immer ist aber Ryanair grösser als Easyjet.

(Aerotelegraph.com)

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