ABO+

«Liebeskummer ist wie eine Krankheit»

Liebeskummer-Coach Heike Klopsch sagt, was Trauernden nach einer Trennung hilft – und warum ein gebrochenes Herz gar tödlich sein kann.

Keine Liebe, keine Glückshormone: Bei schwerem Liebeskummer schmerzt der ganze Körper. Foto: Getty Images

Keine Liebe, keine Glückshormone: Bei schwerem Liebeskummer schmerzt der ganze Körper. Foto: Getty Images

Silvia Aeschbach

Frau Klopsch, was können Sie als professionelle Liebeskummer-Fachfrau, was die beste Freundin nicht kann?
Bei leichtem Liebeskummer genügt meist die Zuwendung der besten Freundin. Bei diesen Rotweingesprächen, wie ich sie nenne, wird gemeinsam geschimpft und getrauert, und irgendwann ist es gut. Bei schwerem Liebeskummer kommt allerdings oft der Zeitpunkt, wo Freundinnen oder auch die Familie das Klagen nicht mehr hören wollen oder können. Dann kann ich in meiner Praxis Lösungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten aufzeigen. Ich biete Raum und Zeit, damit sich die Trauernden ihrem Schmerz hingeben, über ihn sprechen und ihn reflektieren können. Dabei führe ich sogenannte Blaumann-Gespräche durch. Bildlich gesprochen, ziehen wir den Arbeitsanzug an und versuchen, die Probleme zu lösen. Während des Coaching-Prozesses lernen meine Klienten verschiedene Methoden und Techniken (siehe Infobox), um besser mit ihrem Kummer umzugehen. Aber sie lernen auch, eigene Ressourcen zu erkennen und diese weiterzuentwickeln.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt