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Postkarte vor Statusupdate

Zwei Drittel der Schweizer schreiben aus den Ferien Postkarten. Sie sind beliebter als E-Mails und Facebook.

Beliebteste Kommunikationsform für Grüsse aus den Ferien: Die Postkarte.
Beliebteste Kommunikationsform für Grüsse aus den Ferien: Die Postkarte.
Keystone

Sie hat Staub angesetzt und ist neben Trendmedien wie Facebook und Twitter fast schon zur Antiquität geworden: Die Postkarte. Zwar ist sie nicht mehr so richtig en vogue, aber trotzdem immer noch sehr beliebt. Wie eine Studie des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch zeigt, ist die klassische Postkarte die beliebteste Kommunikationsform für Grüsse aus den Ferien. Von den 1209 befragten Personen, die Feriengrüsse versenden, geben 77 Prozent an, Postkarten zu verschicken. Auf Platz zwei folgen SMS- und MMS-Nachrichten (61 Prozent). Den dritten Platz – allerdings bereits weit zurückliegend – belegt das Telefon (39 Prozent). E-Mails nutzen 26 Prozent, Facebook 18 Prozent.

Postkarte für engen Freundeskreis

«Schon länger etablierte und traditionelle Kommunikationsformen haben klar die Nase vorn», sagt Jonas Grossniklaus von comparis.ch. «Zudem fällt auf, dass die Schweizer nur ausgewählte Empfänger aus den Ferien grüssen möchten und nicht hunderte Freunde und Bekannte wie dies mit Facebook oder Blogs möglich ist».

Je nach Alter gibt es deutliche Unterschiede in der Art, wie Feriengrüsse verschickt werden. So nutzen die Befragten zwischen 15 und 29 Jahren Facebook, E-Mails und überraschenderweise auch Briefe häufiger als die restlichen Befragten. Zudem sind SMS-Nachrichten sowie das Telefon bei dieser Altersgruppe signifikant beliebter als bei den über 50-Jährigen. Hingegen verschicken die Jugendlichen und jungen Erwachsenen deutlich weniger Postkarten als die über 30-Jährigen. «Jugendliche und junge Erwachsene sind mit dem Internet aufgewachsen. Die Hemmschwelle damit aus den Ferien zu berichten, ist somit wesentlich tiefer als bei den älteren Befragten», sagt Grossniklaus. Die Postkarte ist aber mit 69 Prozent auch bei den unter 30-Jährigen die klare Nummer Eins für Feriengrüsse.

45 Prozent in den Ferien nie online

Die Zurückhaltung gegenüber dem Internet könnte auch damit zu tun haben, dass nur knapp die Hälfte (45 Prozent) der Touristen dieses in den Ferien überhaupt nutzt. 11 Prozent der Befragten gaben an, täglich oder fast täglich im Netz unterwegs zu sein, 10 Prozent tun dies mehrmals pro Woche und rund jede dritte Person gelegentlich.

Unter 30-Jährige nutzen das Internet in den Ferien häufiger. Nur 27 Prozent dieser Altersgruppe geben an, in den Ferien gar nicht online zu gehen. Männer surfen zudem häufiger als Frauen. 37 Prozent der Männer, aber 54 Prozent der Frauen sind unterwegs nie online.

Wer in den Ferien im Internet surft, tut dies meist mit einem eigenen Gerät oder benutzt einen Computer des Hotels. Lediglich 7 Prozent gehen in ein Internet-Café. comparis.ch mahnt beim Surfen mit dem Mobiltelefon zur Vorsicht: Mit einem Schweizer Handy sei der Gang ins Netz im Ausland massiv teurer als in der Schweiz.

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