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Worüber spricht man eigentlich beim Wandern?

Alles, was Sie schon immer über den Schweizer Volkssport wissen wollten: Kolumnist Thomas Widmer hat 66 Fragen beantwortet.

Touristen auf einem Steinpfad von Foroglio ins Calnegiatal im Tessin. Foto: Francesca Agosta, Keystone

Touristen auf einem Steinpfad von Foroglio ins Calnegiatal im Tessin. Foto: Francesca Agosta, Keystone

Mikael Krogerus@MikaelKrogerus

Thomas Widmer ist Reporter der «Schweizer Familie», Kolumnist, Arabist, Blitzschachspieler und Autor legendärer Wanderbücher. Einen Abend lang nahm er sich Zeit, die 66 abschliessenden Fragen über das Wandern zu beantworten.

1 Was antwortet man auf die ewige Kinderfrage: «Ist es noch weit?»
Ja nicht lügen! Ich sage immer aus Prinzip: Brutal weit.

2 Wie ist das doch gleich beim Wandern: Ist der Weg das Ziel? Das Ziel das Ziel? Oder der Weg im Weg?
Der Weg ist das Ziel, das Ziel ebenfalls. Wenn ich wandern gehe, fühle ich mich wie ein kleiner Indiana Jones: Ich habe einen Plan, ich ziehe los auf ein Abenteuer. Da ist nur noch ein Gedanke: Ich will auf diesen Berg. Totale Absenz vom Alltag. Manchmal hat man Schmerzen oder sogar Angst – macht das Sprunggelenk mit? Manchmal ist es kalt. Man leidet, aber das Ziel motiviert. Am Schluss ist es ein Gesamtkunstwerk, ein Psychodrama aus Leiden, Selbstzweifel und – im Regelfall – Erfolgserlebnis. Das Schwitzen, das Keuchen, das Hinterfragen und dann doch das Oben-Ankommen – das produziert ein Glück, das du in der Stadt nicht findest.

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