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Wo die englische Wirtschaft blüht

An der Chelsea Flower Show treffen sich Hobby- und Berufsgärtner, Showpromis und Vertreter des Hochadels – an der Londoner Blumenschau ist jeweils auch die Queen höchstpersönlich anzutreffen.

Die grösste Blumenshow der Welt, veranstaltet von der Royal Horticultural Society, ist mit ihrer Farbenpracht, den Showgärten und den Ausstellern für Gartengerät und Accessoires ein Publikumsmagnet. Lupinen am Tag vor der offiziellen Eröffnung. (23. Mai 2011)
Die grösste Blumenshow der Welt, veranstaltet von der Royal Horticultural Society, ist mit ihrer Farbenpracht, den Showgärten und den Ausstellern für Gartengerät und Accessoires ein Publikumsmagnet. Lupinen am Tag vor der offiziellen Eröffnung. (23. Mai 2011)
AFP
Am Preview-Tag für die Medien setzen sich auch Stars, Sternchen und Models in Szene: Ein Model im Outfit von Stephen Jones und Vivienne Westwood riecht an einer «Queen Anne»-Rose. (23. Mai 2011)
Am Preview-Tag für die Medien setzen sich auch Stars, Sternchen und Models in Szene: Ein Model im Outfit von Stephen Jones und Vivienne Westwood riecht an einer «Queen Anne»-Rose. (23. Mai 2011)
AFP
Die floralen Neuheiten und aufwendig gestalteten Showgärten sind bis zum 28. Mai auf dem Gelände des Chelsea Royal Hospitals zu sehen. Ein Veteran der britischen Armee lässt sich die Farbenpracht auch nicht entgehen. (23. Mai 2011)
Die floralen Neuheiten und aufwendig gestalteten Showgärten sind bis zum 28. Mai auf dem Gelände des Chelsea Royal Hospitals zu sehen. Ein Veteran der britischen Armee lässt sich die Farbenpracht auch nicht entgehen. (23. Mai 2011)
Reuters
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Das Prunkstück der diesjährigen Ausstellung der Royal Horticultural Society schwebt hoch über dem Boden und sollte sich sanft im Wind wiegen: Der wie eine Schote geformte, am Kran schwebende, irische Sky Garden des Promi-Gärtners Diarmuid Gavin ist 16 Meter lang und kostet rund eine halbe Million Pfund. Doch diesmal wiegt er sich gar nicht, denn England leidet unter endlosem Sonnenschein und grosser Trockenheit.

Dem Blumenmeer im Stadtteil Chelsea tut das keinen Abbruch. Der senkrechte Garten, der sich in Form eines Gerüsts mit Glasbalkonen über fünf Stockwerke erstreckt und mit Solarstrom betriebenen Wasserpumpen ausgestattet ist, ist eigens für diese Art Klima gebaut worden, für magere Zeiten punkto Niederschlag und Geldfluss. Nicht, dass dieser versiegt scheint.

Keine Spur von Kreditklemme oder Sparkurs, konstatiert der Reporter des «Guardian»: «Schon die angebotenen Vogelhäuschen kosten pro Quadratfuss etwa so viel wie ein Haus in South London. Und ein einfaches, hier ausgestelltes Gartenhäuschen ist so teuer wie ein Terrassenhaus in Middlesbrough.»

«Die Rezession hat definitiv auch die Superreichen erreicht», sagt demgegenüber ein Anbieter von Gartenaccessoires wie Flussgöttern und Gartentempeln. «Die Reichen sind vorsichtiger, aber es gibt Anzeichen für eine Erholung. Ein Kunde kaufte einen Tempel und kam wieder, um einen zweiten zu kaufen. Wir können ionisch machen, dorisch, Kupferdach, geschwungene Säulen oder Goldsterne, was man will.»

Gut zu wissen. Die «William and Catherine»-Rose, die Klematis-Neuzüchtung oder die nach Churchill benannte Blume sind zwar vermutlich schöner, aber doch weniger dauerhaft.

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