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Wer ist hier das Opfer?

Sechs Leute äussern sich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe, und das Internet antwortet darauf.

Mittlerweile wurde es über eine Million Mal angesehen: das Video «Not Alone» der politischen Interessengruppe Catholic Vote in Amerika. Darin äussern sich sechs junge Leute gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und reden über die Unsicherheit, ihre Meinung öffentlich aussprechen zu können.

Den Spiess umdrehen

«Wir sind hier, weil wir etwas zu sagen und keine Angst mehr davor haben, es auszusprechen», heisst es in der Unterschrift des Videos. Es spielt darauf an, dass es nicht mehr die Homosexuellen sind, die ihr Coming-out haben, sondern die Gegner der gleichgeschlechtlichen Ehe. «Ich bin unsicher darüber, dass ich nicht mehr aus meinem Herzen sprechen und sagen darf, woran ich glaube», meint ein Junge im pathetischen Schwarzweiss-Clip.

Gegen die gleichgeschlechtliche Ehe: Sechs Personen im Video der Catholic Vote. (Youtube: catholicvote)

Sie drehen also den Spiess um, schauen zum Teil schüchtern und verschämt in die Kamera und machen ihr Geständnis: «Ich bin verunsichert darüber, dass die Menschen meine Meinung hören und denken: ‹Mit dieser Einstellung ist sie hier nicht willkommen.›» Den Tränen nahe meint ein Mädchen: «Ich habe es versucht zu ändern. Aber es ist mir so wichtig.» Als «wichtig» empfindet sie, dass die Eheschliessung ausschliesslich für Mann und Frau bestimmt ist.

Das Video wurde, einen Tag bevor der Oberste Gerichtshof in Amerika die gleichgeschlechtliche Ehe legalisierte, ins Netz gestellt, und wie der «Guardian» berichtet, löste das Video eine riesige Gegenbewegung aus. Allein auf Youtube verzeichnet das Video 13-mal mehr Dislikes als Likes. Ebenfalls gibt es bereits Parodien, welche die Botschaft ins Lächerliche ziehen.

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