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Städte sind nur noch etwas für reiche Rentner und Touristen

Die Mieten explodieren, alles Laute und Gefährliche wird eliminiert, Selfie-Architektur schiesst in die Höhe: Die Stadt ist tot.

Die Metropole als Ort der Möglichkeiten, Freiheit und Selbstbestimmung? Das ist vorbei – heute dient die Stadt als Kulisse für Selfies. Foto: Keystone
Die Metropole als Ort der Möglichkeiten, Freiheit und Selbstbestimmung? Das ist vorbei – heute dient die Stadt als Kulisse für Selfies. Foto: Keystone

Auf den ersten Blick sieht alles aus wie immer. Immer mehr Touristenbusse rumpeln in die Zentren der Städte, Politiker und Fremdenverkehrsämter behaupten, das Leben in der Stadt sei so attraktiv wie nie zuvor – und tatsächlich scheinen auch die explodierenden Immobilienpreise dafür zu sprechen: Alle wollen in die Stadt. Die Stadt ist das Grösste. Auf dem Land leben nur die, die es nicht in die Stadt geschafft haben, die Insassen des «basket of deplorables», jener Haufen der Bedauernswerten, als den Hillary Clinton die ländlich geprägten Trump-Anhänger einmalig arrogant beschimpfte und damit gleich die Antwort auf die Frage lieferte, warum nicht sie, sondern Trump die Wahl gewonnen hatte.

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