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Was soll das alles?

Langeweile, Einsamkeit, Desillusionierung: Die Suche nach dem Sinn des Lebens macht Menschen anfällig für extreme Weltanschauungen.

Sinnsuche am Arbeitsplatz: Die alltäglichen Sinnkrisen sind offenbar auch ein Wohlstandsphänomen, eine Nebenwirkung des Fortschritts und des Reichtums. Foto: Getty Images

Sinnsuche am Arbeitsplatz: Die alltäglichen Sinnkrisen sind offenbar auch ein Wohlstandsphänomen, eine Nebenwirkung des Fortschritts und des Reichtums. Foto: Getty Images

Sebastian Herrmann@SZ

Wozu eigentlich der ganze Mist, wozu? Oft hängt diese Frage wie eine dunkle Wolke über den täglichen Aufgaben, die Frage, ob es wirklich nötig ist, den Stress zu ertragen, oder ob nicht eh alles wurscht ist. In der Arbeit droht die nächste Sparrunde; die Situation sei angespannt, aber die Firma werde gestärkt aus der Restrukturierung hervorgehen, floskelt das Führungspersonal und initiiert etwas, das heute Change genannt wird. Vielen Dank auch. Der frustgebeugte Arbeitnehmer fragt sich daraufhin, ob das jemals anders war, ob es je eine Zeit gab, in der die Lage nicht angespannt war, die Gürtel nicht enger geschnallt und die Anstrengungen nicht verdoppelt werden sollten? Dass die Wirtschaft brummt, ist ja eher etwas, das in den Nachrichten behauptet wird, und weniger ein Phänomen, das am Arbeitsplatz unmittelbar zu spüren ist.

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