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Vom Tod leben

Die venezolanische Hauptstadt Caracas hat die höchste Mordrate der Welt. Im Schatten der Gewalt gedeiht das Geschäft mit Särgen, Blumen und Beerdigungen.

Hochkonjunktur für Särge: In keiner Stadt der Welt ist die Mordrate höher als in der venezolanischen Hauptstadt Caracas mit jährlich über 100 Opfern pro 100'000 Einwohner. (29. November 2012)
Hochkonjunktur für Särge: In keiner Stadt der Welt ist die Mordrate höher als in der venezolanischen Hauptstadt Caracas mit jährlich über 100 Opfern pro 100'000 Einwohner. (29. November 2012)
Carlos Garcia Rawlins, Reuters
Das Geschäft mit den Toten: Oswaldo Rivas und Johnny Aquilar präparieren den Körper eines Schussopfers. (23. November 2012)
Das Geschäft mit den Toten: Oswaldo Rivas und Johnny Aquilar präparieren den Körper eines Schussopfers. (23. November 2012)
Carlos Garcia Rawlins, Reuters
Noch kann sich die Begräbnisindustrie nicht über einen Rückgang der Morde beklagen: Im Krematorium wird die Asche eines Verstorbenen in eine Urne verpackt. (18. Juli 2013)
Noch kann sich die Begräbnisindustrie nicht über einen Rückgang der Morde beklagen: Im Krematorium wird die Asche eines Verstorbenen in eine Urne verpackt. (18. Juli 2013)
Carlos Garcia Rawlins, Reuters
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In keiner Stadt der Welt ist die Mordrate höher als in der venezolanischen Hauptstadt Caracas mit jährlich über 100 Opfern pro 100'000 Einwohner. Und auch die restlichen Landesteile gelten allgemein als gefährlich: Nirgendwo in Südamerika gibt es mehr Tötungsdelikte als in Venezuela. Gemäss der Nichtregierungsorganisation Observatorio Venezolano de Violencia (OVV) kamen im Jahr 2013 an die 25'000 Personen gewaltsam ums Leben, was einer Rate von 79 Ermordeten auf 100'000 Einwohner entspricht.

Leben vom Tod

Doch wie das Leben hat auch der Tod zwei Gesichter. Im Schatten der Morde floriert ein Wirtschaftszweig ganz besonders – das Geschäft mit den Toten. Hunderte legale und illegale Kleinunternehmer verdienen ihren Lebensunterhalt als Leichenwäscher, Sargschreiner, Floristen und Totengräber. Staatspräsident Nicolás Maduro versprach im Wahlkampf 2013, das Problem der grassierenden Kriminalität energisch anzupacken. Noch können sich die Totengräber aber nicht über einen Rückgang der Morde beklagen.

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