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«Die Frau, die zwölfmal aussagen musste, war jedes Mal verzweifelt»

Aussagen oder nicht? Lina Rasheed kann Opfern nur die Optionen aufzeigen – entscheiden müssen sie selber. Bild: Reto Oeschger

Frau Rasheed, in Biel ist Mitte Juli eine Thailänderin wegen Menschenhandels in 75 Fällen verurteilt worden. Sie haben sechs der Opfer beraten. Wie haben diese auf das Urteil reagiert?

Die Frauen und Transmenschen wurden in Schweizer Bordellen sexuell ausgebeutet. Was hat das mit ihnen gemacht?

Ändert der Abschluss des Verfahrens an diesen physischen und psychischen Schmerzen etwas?

Was befürchten die Frauen?

Besteht diese Gefahr wirklich?

Fünf der sechs Opfer, die Sie beraten haben, beteiligten sich als Privatklägerinnen am Strafverfahren. Warum haben sie sich trotz aller Ängste dazu entschlossen?

Die allerwenigsten der 75 Opfer haben mit den Behörden kooperiert. Das zeigt: Es gibt auch viele Gründe, die gegen eine Aussage sprechen.

Kommt es zu Retraumatisierungen?

Woher nehmen die Personen, die aussagen, ihre Kraft?

Wie meinen Sie das?

Sind die Entscheide für Sie manchmal schwierig zu ertragen?

Noch mehr Kraft, stelle ich mir vor, braucht der Gang vor Gericht. Zwei der von Ihnen betreuten Frauen haben sich auch dafür entschieden.

Wie lief es vor Gericht?

Wie wichtig waren die Aussagen dieser Personen für das Gericht?

Sehen sie sich selber auch als Opfer?

Welche Haltung haben Sie persönlich zum Opferbegriff?

Wie schützen Sie die Frauen ausserhalb des Gerichtssaals – auch nach Abschluss des Prozesses?

Kam es schon zu Zwischenfällen?

Was können die Behörden tun, um die Betroffenen zu schützen?

Ist das das Gefühl, das den Betroffenen vermittelt wird?

Wie sieht das Leben der sechs Personen heute aus?

Was, denken Sie, konnten Sie diesen Menschen mit auf den Weg geben?