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Streng bewachter Papst segnet Gläubige

Papst Benedikt XVI. hat mit tausenden Gläubigen die Weihnachtsmesse im Petersdom gefeiert. Starke Sicherheitsvorkehrungen begleiten die Feierlichkeiten im Vatikan.

Feierlicher Beginn: Papst Benedikt an der Weihnachtsmesse in der Basilika.
Feierlicher Beginn: Papst Benedikt an der Weihnachtsmesse in der Basilika.
Keystone
Der Papst zieht in die Petersbasilika ein.
Der Papst zieht in die Petersbasilika ein.
Keystone
Eine weitere Attraktion: Der 34 Meter hohe Christbaum auf dem Petersplatz.
Eine weitere Attraktion: Der 34 Meter hohe Christbaum auf dem Petersplatz.
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Papst Benedikt XVI. hat mit Tausenden von Gläubigen am Heiligen Abend die traditionelle Weihnachtsmesse im Petersdom gefeiert. In seiner Predigt vor der Menschenmenge in der festlich geschmückten Basilika rief Benedikt zu Frieden und wahrer Brüderlichkeit auf. Der Papst bat Gott darum, den Menschen dabei zu helfen, «als Brüder und Schwestern zu leben, um zu einer Familie, zu deiner Familie zu werden.»

Starke Sicherheitsvorkehrungen des Vatikans während der Messe sollten einen Vorfall wie in den letzten Jahren verhindern. Am Heiligen Abend 2008 und 2009 war der Papst während seines Einzugs in den Petersdom von einer psychisch kranken Frau angegriffen worden. 2008 konnten die Leibwächter sie stoppen, aber im vergangenen Jahr riss sie Papst Benedikt XVI. zu Boden. Das Kirchenoberhaupt blieb dabei unverletzt. Kardinal Roger Etchegaray hingegen stürzte und brach sich bei dem Angriff die Hüfte.

Vor dem Hintergrund der Paketbombenanschläge auf zwei Botschaften am Donnerstag waren die Sicherheitsvorkehrungen für die diesjährige Messe noch zusätzlich erhöht worden. Da der Papst während seiner Audienzen und Gottesdienste stets von zahlreichen Menschen umgeben sei, bestehe jedoch immer ein gewisses Risiko, hiess es aus dem Vatikan.

Gerechtigkeit, Liebe und Frieden

Benedikt nannte Jesus den Träger der Verheissung des Friedens: «Dieses Kind hat das Licht der Güte in den Menschen entzündet und ihnen Kraft gegeben, der Tyrannei der Macht zu widerstehen.» Jesus brauche nicht Ratgeber aus den Weisen der Welt. «Er ist gerade in der Schwäche des Kindseins der starke Gott und zeigt uns so gegenüber den auftrumpfenden Mächten dieser Welt Gottes eigene Stärke.» Es gebe auch heute noch «dröhnende Stiefel» und blutige Gewalt, sagte Benedikt. Er bitte also Gott, seine Macht zu zeigen, für ein Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens.

Die Christmesse war wie bereits im Vorjahr früher als sonst angesetzt worden, um dem 83-jährigen Papst mehr Ruhe und Schlaf vor der Weihnachtsbotschaft und dem Segen «Urbi et Orbi» am folgenden Mittag zu geben. Auf dem Petersplatz verfolgten Gläubige und Touristen die von TV- Sendern in alle Welt übertragene Messe bei regnerischem Wetter auf Videoleinwänden. Benedikt hatte zuvor die grosse Weihnachtskrippe neben dem Weihnachtsbaum auf dem Petersplatz gesegnet und ein Friedenslicht im Fenster des Apostolischen Palastes angezündet.

SDA/jak

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