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Sterbehilfe – ein «gefährliches Angebot»?

Der begleitete Suizid wird nach wie vor von einer sehr kleinen Minderheit gewählt. Er ist keine Alternative zur Palliativpflege.

Das Schlafmittel Pentobarbital wird oft in der Sterbehilfe angewandt.
Das Schlafmittel Pentobarbital wird oft in der Sterbehilfe angewandt.
Alessandro Della Bella, Keystone

«Nennen Sie mir einen überzeugenden Grund, warum ich am Leben bleiben soll.» Diese Frage stellte eine 91-jährigen Dame, Ex-Professorin, hochgeschätzte Urgrossmutter in einer Grossfamilie, selbstständig lebend, zwar nur «kreislaufkrank», demnächst aber unausweichlich pflegebedürftig, immer noch körperlich relativ rüstig und geistig voll präsent. Die Frage an den Freitod­begleiter führt in die Problematik hinein, die Daniel Foppa in seinem Politblog zum begleiteten Suizid aufzeigt. Seine Sorgen um die gesellschaftliche Relevanz des «Booms» von Exit & Co. sind bedenkenswert. Er spricht Punkte an, die auch bei den Freitodvereinen immer wieder im Fokus stehen wie etwa die Gruppe der nicht todkranken Sterbewilligen, zu der die alte Dame gehört.

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