Stars and Stripes als Hijab

Eine US-Muslimin trug am TV eine US-Flagge als Kopftuch und sorgte damit für Aufruhr.

Republikanerin und Muslimin: Saba Ahmed betont, Moscheebesucher seien hart arbeitende US-Bürger. Video: Fox News

Die Amerikanerin Saba Ahmed ist Republikanerin und steht für konservative Werte ein. Sie ist aber nicht wie der klassische Republikaner christlich, sondern muslimisch. Als Vorsteherin der Organisation Republican Muslim Coalition kämpft sie dafür, dass US-Muslime ihre Religion frei ausüben können.

In einer Nachrichtensendung auf Fox News gelang ihr ein cleverer PR-Coup. Sie trug eine US-Flagge als Hijab (islamisches Kopftuch) und wollte so zeigen, dass der muslimische Glauben und Patriotismus vereinbar sind. In der Sendung diskutierte Ahmed mit einer Sprecherin des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, der die Schliessung von Moscheen zur Terrorismusprävention verlangt.

Diskussion auf Twitter

Die Reaktionen auf den sozialen Medien fielen gemischt aus, wie BBC berichtet. Neben Zustimmung gab es auch harsche Reaktionen: Die US-Flagge sei kein Hijab, hiess es auf Twitter, für diese Flagge seien amerikanische Soldaten gestorben. Eine Twitter-Userin meinte hingegen, solange amerikanische Frauen Bikinis und Slips mit dem Motiv der US-Flagge tragen dürfen, sei der US-Hijab kein Problem.

jd

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