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Sind Internetpranger auch in der Schweiz möglich?

Vorstrafen, die für alle im Internet sichtbar sind: In Schweden und in den USA ist das eine Realität. Datenschützer Hanspeter Thür sagt, ob solche Internetpranger auch in der Schweiz möglich sind.

Nach Person, Adresse, Karte oder Firma suchen: Die schwedische Website Lexbase, die private Details wie Vorstrafen öffentlich zugänglich macht.
Nach Person, Adresse, Karte oder Firma suchen: Die schwedische Website Lexbase, die private Details wie Vorstrafen öffentlich zugänglich macht.
Screenshot Lexbase.se

In Schweden veröffentlicht eine Internetseite namens «Lexbase» privateste Informationen über schwedische Bürger – und dies offenbar ganz legal, wie die Sendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens am Donnerstag berichtete. Einsehbar sind gegen eine Gebühr von 10 Euro unter anderem Einträge über längst verbüsste Strafen. Für einen schwedischen Familienvater, der einst drogensüchtig war und wegen Beschaffungskriminalität zwei Jahre im Gefängnis sass, dürfte das zum Problem werden. Er verstehe zwar, dass ein potenzieller Arbeitgeber wissen wolle, wen er einstelle. Aber es sei problematisch, dass mit Lexbase Nachbarn oder Eltern von anderen Kindern sehen könnten, dass er vorbestraft sei.

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