«Unser Ziel war, zu überleben. Elf Jahre, zehn Monate lang»

Jeder zweite Geflüchtete in der Schweiz ist traumatisiert. Mehmet Özgül erzählt, wie er zurück in die Normalität fand.

Mehmet Özgül kam 2007 in die Schweiz. Im Gepäck hatte er ein Trauma, «schwer wie ein Stein». Foto: Raphael Moser

Mehmet Özgül kam 2007 in die Schweiz. Im Gepäck hatte er ein Trauma, «schwer wie ein Stein». Foto: Raphael Moser

Aleksandra Hiltmann@thisisAleksa

Es sei nicht leicht, darüber zu sprechen. Mehmet Özgül tut es trotzdem. Auf seine Art. Keine Einzelheiten. Aber Sätze, die Raum für die Vorstellung des Schreckens lassen.

Elf Jahre und zehn Monate sass er in der Türkei im Gefängnis. Damit sie ihn verurteilen konnten – damals war er 17 –, hatten ihn die Behörden um ein paar Jahre älter gemacht. Özgül war Aktivist in einer legalen sozialistischen Bewegung, stellte bereits damals seine Gesinnung über seine Identität als Kurde. In der Türkei vor dem Militärputsch von 1980 ein Grund, ihn einzusperren. «Nach dem Putsch wurde die Folter schlimmer. Die Methoden waren unmenschlich. Sie machten keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen.»

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