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Putin taucht zu Schiffswrack hinab

Der neuste Stunt des russischen Präsidenten: Wladimir Putin ist mit einem Mini-U-Boot 60 Meter in die Tiefe getaucht. Danach berichtete er über das Schiffswrack, das er am Meeresgrund inspizierte.

Zeigt sich immer wieder als Stuntman: Wladimir Putin im U-Boot C-Explorer 5 im Golf von Finnland. (15. Juli 2013)
Zeigt sich immer wieder als Stuntman: Wladimir Putin im U-Boot C-Explorer 5 im Golf von Finnland. (15. Juli 2013)
Kreml/Aleksey Nikolskyi, Reuters
Der russische Präsident zeigt sich gerne als Naturbursche. Er reitet, ...
Der russische Präsident zeigt sich gerne als Naturbursche. Er reitet, ...
RIA Novosti/Alexei Druzhinin
Ungeschickt war allerdings diese Aktion: Putin tauchte nach archäologischen Relikten – doch aufmerksame Betrachter des Bildes stellten rasch fest, dass die Amphorenstücke viel zu sauber waren, um frisch aus dem See zu kommen. (10. August 2011)
Ungeschickt war allerdings diese Aktion: Putin tauchte nach archäologischen Relikten – doch aufmerksame Betrachter des Bildes stellten rasch fest, dass die Amphorenstücke viel zu sauber waren, um frisch aus dem See zu kommen. (10. August 2011)
RIA Novosti/Alexei Druzhinin
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Russlands Präsident Wladimir Putin pflegt seinen sorgsam inszenierten Ruf als Abenteurer: Gestern unternahm der sendungsbewusste Staatschef einen halbstündigen Tauchgang in einer Unterseekapsel, um ein Schiffswrack am Grund des Finnischen Meerbusens zu inspizieren. Über seine Fahrt im Tauchboot liess der sportliche Präsident wie üblich bei solchen Unternehmungen das öffentlich-rechtliche Fernsehen berichten.

Der Sender Perwy-Kanal zeigte Aufnahmen davon, wie Putin an Bord der Kapsel steigt, um zum Wrack der Oleg in 60 Metern Tiefe hinabzutauchen. Das Schiff der russischen Marine war 1869 gesunken. Das Wrack liege auf der Seite und sei in «exzellentem Zustand, man kann den Namen des Schiffes gut erkennen», berichtete der Präsident anschliessend laut russischen Nachrichtenagenturen.

Judo, Formel 1 und Waljagd

Putin präsentiert sich immer wieder gern als wagemutiger «Action-Man»: In einem Kampfflugzeug flog er nach Tschetschenien, in Sibirien liess er sich auf Tigerjagd ablichten. Bei anderer Gelegenheit durften ihn russische Medien mit seinem schwarzen Judogürtel und nacktem Oberkörper oder in einem Formel-1-Rennwagen fotografieren. Eine besonders spektakuläre Expedition lieferte zudem Bilder Putins, wie er im Pazifik Wale mit einer Armbrust jagt.

Peinlich wurde es, als Putin 2011 vor laufenden Kameras vor der Taman-Halbinsel im Süden Russlands im Neoprenanzug in die Ruinen der antiken griechischen Stadt Phanagoria abtauchte, um von dort zwei antike Vasen hochzubringen. Angesichts skeptischer Berichte unabhängiger Medien musste sein Sprecher Monate später einräumen, dass es sich um eine Inszenierung gehandelt hatte. Kritiker hatten Verdacht geschöpft, weil auf den angeblich aus dem sechsten Jahrhundert stammenden Amphoren keine Spuren von Algen oder Muscheln zu sehen waren.

AFP/mw

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