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Oh Boy

James Guay liebt Männer. Als sein Vater davon erfährt, sagt der: «Wir kriegen dich wieder hin.» Wie christliche Fundamentalisten in den USA Schwulen das Schwulsein austreiben wollen.

«Ich bin in einer schwarzweissen Welt aufgewachsen», erklärt James Guay, «heute fühle ich mich wohl, wo es grau ist. Oder bunt.»
«Ich bin in einer schwarzweissen Welt aufgewachsen», erklärt James Guay, «heute fühle ich mich wohl, wo es grau ist. Oder bunt.»

Der Sunset Boulevard, Eukalyptusbäume, Boutiquen, weiter oben auf den Hügeln die Villen grosser Stars. Im Büroturm mit der Hausnummer 8560 eine Praxis für Psychotherapie. James Guay, ein Ehe- und Familienberater, erscheint im loftigen Wartesaal. «Hi», sagt er mit entspannter, sanfter Stimme. Guay führt in ein helles Zimmer mit einer Couch für den Gast. Er setzt sich ans Fenster, dahinter das flirrende Los Angeles. Guays Beruf ist es, seinen Klienten zuzuhören, die Wunden anderer Menschen zu erkennen. Aber heute ist er derjenige, der redet – und die Wunden sind seine eigenen.

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