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Nirgends leben mehr Menschen auf engem Raum als in Mongkok

In einem Hongkonger Stadtviertel leben durchschnittlich 130'000 Menschen auf einem Quadratkilometer – das ist Weltrekord. Das Zusammenleben der Bewohner gestaltet sich entsprechend problematisch.

Probleme mit der Umwelt: Das Hongkonger Viertel Mongkok.

Nirgends auf der Welt ist die Bevölkerungsdichte so hoch wie im Hongkonger Viertel Mongkok. Durchschnittlich leben im Stadtviertel, das übersetzt so viel heisst wie «geschäftige Ecke», 130'000 Menschen auf einem Quadratkilometer. Als Vergleich: Das wäre, wie wenn 900 Menschen auf einem Fussballplatz stehen würden. Das ist weltweiter Rekord und brachte dem Stadtviertel gar einen Eintrag im Guinessbuch der Rekorde.

Paul Zimmermann, Bezirksstadtrat von Mongkok, spricht die Problematik der Übervölkerung an: «Sie sehen, dass die Strassen komplett überfüllt sind. Es gibt auch viele Lärmprobleme.» Der Ärger gewisser Bewohner gehe bisweilen gar soweit, dass sie von ihren Dächern Säure auf die Menschenmassen leeren, sagt Zimmermann. Dabei hätten sich Menschen verletzt. «Doch solche Dinge passieren eben in einer derartigen Umgebung.»

Überfüllte Strassen, gutes Konsumangebot

Die überfüllten Strassen hätten allerdings nicht nur Nachteile: Weil so viele Menschen auf engstem Raum leben, habe die Stadt gelernt «effizient» zu sein. Das zeige sich beispielsweise in der Energieversorgung, die sehr kompakt sei, so Zimmermann. Für die Bevölkerung ist die Übervölkerung in der Stadt ein zweischneidiges Schwert: «Die Umweltprobleme sind hier sehr ausgeprägt. Es gibt sehr viele Autos. Andererseits profitieren wir auch von den vielen Läden. Das Angebot ist sehr gut», sagt ein Bewohner gegenüber Reuters.

Doch es könnte sein, dass Mongkok seinen Guinnessbuch-Titel als Bevölkerungsreichstes Stadtviertel bald abgeben muss. Die Geburtenrate ging in den letzten Jahren zurück. Und seit die Industrialisierung auch in anderen Teilen Chinas Einzug gehalten hat, ist eine leichte Abwanderung festzustellen.

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