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Nicht registriert

Vier von zehn Kindern weltweit werden in keinem Geburtsregister erfasst. Das heisst: Offiziell existieren sie nicht und können somit keine Rechte geltend machen. Die Folgen sind weitreichend – und oft schrecklich.

Arme und papierlose Kinder, die in Norduganda zwangsrekrutiert wurden, lernen in einem Rehabilitationszentrum, Konflikte gewaltlos zu lösen. Foto: Kim Ludbrook (Keystone)
Arme und papierlose Kinder, die in Norduganda zwangsrekrutiert wurden, lernen in einem Rehabilitationszentrum, Konflikte gewaltlos zu lösen. Foto: Kim Ludbrook (Keystone)

Es ist ein Stück Papier. In manchen Ländern ist es nur gerade so gross wie ein Handteller, in anderen ausladend wie eine Zeitungsseite. Darauf wenige Wörter, einige Zahlen, ein offizieller Stempel, eine Unterschrift. Doch diese spärlichen Angaben sind so bedeutend wie kaum ein anderes Schriftstück im Leben eines Menschen. Es sind die Grundlagen der Identität, die Koordinaten seiner Existenz. Sie machen Menschen sichtbar, halten Namen und Geschlecht fest, Zeit und Ort der Geburt. Dieses Stück Papier ist das amtliche Zeugnis, dass ein Mensch existiert.

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