Zum Hauptinhalt springen

«Kunstpelz? Da trägt man Sondermüll»

Urs Walders Kunden in St. Moritz und Zürich tragen ungeniert echten Pelz. Zu Recht, findet der Pelzhändler, dieser sei nachhaltiger als die künstliche Variante.

«Aus dem Erbmantel der Grossmutter machen wir etwas Zeitgemässes.» Urs Walder in seinem Geschäft in St. Moritz. Foto: Daniel Martinek
«Aus dem Erbmantel der Grossmutter machen wir etwas Zeitgemässes.» Urs Walder in seinem Geschäft in St. Moritz. Foto: Daniel Martinek

Geht es darum, welches das älteste Gewerbe der Welt ist, so reklamieren sowohl Prostituierte als auch Kürschner (Pelzverarbeiter) diesen Titel für sich. Während das eine Geschäft noch immer floriert, ist das zweite vom Aussterben bedroht.

Im Pelzatelier von Urs Walder in Zürich sitzt eine junge Frau an einer Nähmaschine. Vor einigen Jahren hat sie die Kürschner-Ausbildung abgeschlossen. In ihrem Jahrgang seien sie nur noch drei Absolventinnen gewesen – in ganz Deutschland. Hierzulande gibt es keinen Ausbildungsgang zum Kürschner mehr, die letzte Lehre wurde 2018 abgeschlossen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.