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Warum wir Heuchler sind

Wer misstrauisch ist, tut Dinge, die er anderen niemals durchgehen lassen würde – das gilt auch in sozialen Medien.

Irgendwann verdächtigt jeder jeden, bloss ein Scheinheiliger zu sein: Szene aus dem Film-Kammerspiel «The Party» (2017). Bild: Filmcoopi

Irgendwann verdächtigt jeder jeden, bloss ein Scheinheiliger zu sein: Szene aus dem Film-Kammerspiel «The Party» (2017). Bild: Filmcoopi

Sebastian Herrmann@SZ

Wenn die empörte Masse durch die sozialen Medien tobt, bekommen die Angeklagten die volle Härte kollektiver Ächtung zu spüren. Ob von rechts, von links, von Männern, von Frauen, von Autofahrern oder von Radfahrern spielt keine Rolle. 

Weshalb erlauben sich die Streithähne verschiedener Lager Dinge, die sie ihren Gegnern nie durchgehen lassen würden? Eine Antwort auf diese Frage steckt in einer Studie der Psychologen Alexa Weiss, Pascal Burgmer und Thomas Mussweiler von der Universität Köln. Darin zeigen die Wissenschaftler: Wo Vertrauen verloren geht, neigen die Menschen zunehmend zu Doppelmoral und Selbstgerechtigkeit.

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