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«Ich brauche kein Jenseits»

Hans-Rudolf Stoll begleitet Sterbende – und lebt jeden Tag so, dass er zufrieden gehen könnte.

Die letzte Jahreszeit: Wenn die Lebensfäden dünner werden, wünschen sich viele einen selbstbestimmten Tod.
Die letzte Jahreszeit: Wenn die Lebensfäden dünner werden, wünschen sich viele einen selbstbestimmten Tod.
Karl Josef Hildenbrand, Keystone

«Hätte ich nur noch zwei Monate zu leben, könnte ich dann mit einem erfüllten Gefühl abtreten? Es ist eine Frage, die ich mir immer wieder aufs Neue gestellt habe. Der Tod und der Gedanke an ihn sind in meinem Alltag ständig präsent. Viele Patienten lerne ich erst wenige Wochen, bevor sie sterben, kennen. Ihnen einen guten, leidensfreien Tod zu ermöglichen, das ist meine Aufgabe. Ihnen Sicherheit zu geben, durch mein Fachwissen und meine Verfügbarkeit. Alle Patienten, die ich zu Hause betreue, haben meine Handynummer. Sie können mich jederzeit anrufen und wissen: Das ist der Stoll, den kenne ich und er kennt mich.

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