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Hundertjährige erzählen, wie man mit Freude altert

«Ein kleines bisschen Gift ist die beste Medizin. Zu viel Medizin ist Gift»: Die Altersweisheit von Kiyo Uema aus Japan. Foto: PD

Samiha Shafy, Sie und Ihr Mann Klaus Brinkbäumer wollten herausfinden, wie man lange und glücklich lebt. Waren die fünfzig Hundertjährigen, die Sie befragt haben, zufrieden mit ihrem Leben?

Gab es keine Klagen über Gebrechen und Krankheiten?

«Ich bete jeden Abend zu Gott»: Alda Philo, Seychellen. Foto: PD

Könnte es sein, dass Menschen mit dem Alter zufriedener werden, oder erreichen umgekehrt zufriedene Menschen eher ein hohes Alter?

Wer ein hohes Alter erreicht, überlebt oft seine Angehörigen. Wie einsam sind die Hundertjährigen?

Eine Erkenntnis in Ihrem Buch besagt: Gelingende Beziehungen sind elementar für ein langes, gesundes Leben.

Das gelingt einigen besser als anderen und hat auch mit den Bindungserfahrungen in der Kindheit zu tun. Was raten Sie Leuten, denen es nicht so leichtfällt, Beziehungen einzugehen und zu halten?

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Hundertjährige nach ihren Lebensweisheiten zu fragen?

«Viele waren überzeugt, es sei Gottes Wille, dass sie so alt geworden seien.»

Sie und Ihr Mann haben diese Frage Hundertjährigen auf der ganzen Welt gestellt. Wie unterschiedlich fielen die Antworten aus?

Und der jüngste Bruder?

Gab es auch Übereinstimmungen in den Antworten der Hundertjährigen?

In Ihrem Buch kommen Sie aber nicht zum Schluss, dass es der Glaube ist, der das Leben verlängert.

«Man sollte sündigen, aber nicht zu viel»: Walter Diethelm aus Siebnen im Kanton Schwyz sprach mit Samiha Shafy. Foto: PD

Essen Sie seit Ihrer Recherche anders?

Sie haben auch noch andere Hundertjährige in der Schweiz besucht. Etwa die Baslerin Hilde Hefti ...

Doch Sie haben trotzdem Antworten auf Ihre Fragen gefunden.

«Versuche täglich, dein Leben zu lieben, so, wie es eben ist»: Hilde Hefti aus Riehen, Schweiz. Foto: PD

In Ihrem Buch wird deutlich, wie wichtig es ist, im Leben solche Leidenschaften zu haben.

Und was ist Ihr «ikigai»?

Wie stellen Sie sich Ihr Leben im Alter vor?

Wie hat sich Ihr Denken verändert seit der Recherche?

Gibt es Dinge, die die Hundertjährigen bereuen?

«Ich liebe meine Kinder. Aber ich hätte viel mehr Zeit mit ihnen verbringen sollen, sehr viel mehr Zeit»: Roger Angell, USA. Foto: PD

Und die Männer?

Was glauben Sie, wie unsere Generation auf diese Frage einst antworten wird?

Sie hatten intensive und berührende Gespräche mit den Hundertjährigen. Einige leben inzwischen nicht mehr.