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Hund im Büro – Schweizer Konzern machts vor

Fix eingerichtete Plätze mit einem eigenen Napf und einem vorgegebenen Radius: Bei Nestlé ist der Vierbeiner am Arbeitsplatz nun willkommen. Die Erfahrungen.

In vielen Unternehmen nicht geduldet: Der Hund am Arbeitsplatz.
In vielen Unternehmen nicht geduldet: Der Hund am Arbeitsplatz.
Christian Beutler, Keystone

Seit 2016 haben die Mitarbeiter am Nestlé-Standort La Tour-de-Peilz im Kanton Waadt die Möglichkeit, ihren Hund ins Büro mitzunehmen. Der Nahrungsmittelkonzern bietet ihnen fix eingerichtete Plätze mit einem eigenen Napf und einem vorgegebenen Radius, in dem sich das Tier bewegen kann. Nestlé gehört damit zu den Ausnahmen. In vielen Schweizer Unternehmen sind Hunde am Arbeitsplatz nicht oder nur unter Vorbehalten toleriert. Arbeitgeber argumentieren mit hygienischen und sicherheitstechnischen Gründen oder führen soziale Gedanken ins Feld: Es könnten Konflikte aufflammen.

Weniger Stress, mehr Zusammenhalt

Nestlé macht nach eigenen Angaben gegenteilige Erfahrungen. «Wir haben festgestellt, dass die Hunde das Leben im Büro schöner machen», erzählte Simone Gravante, die Chefin des Projekts, der «Tribune de Genève». Auch das Unternehmen selbst soll davon profitieren. «Neue Studien zeigen, dass die Präsenz von Hunden im Büro den Stress reduziert, die Angestellten beruhigt und sie näher zusammenbringt. Zudem fördert sie das Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen und verstärkt den Zusammenhalt der Mitarbeiter», so Sandra Bruckner, Tierärztin beim Nahrungsmittelkonzern.

In La Tour-de-Peilz ist man begeistert vom Projekt. Die Organisation ihres Arbeitstages erleichtere sich dadurch deutlich, meint eine Hundebesitzerin. Sie gehört zu bereits fünfzehn Personen, die in den hiesigen Büros einen festen Platz für ihr Tier reserviert haben. Auch Mitarbeitende ohne Hund sind vom Konzept überzeugt. Mit den Hunden sei die Atmosphäre entspannter und lustiger. Und die Leute seien offener, meint eine Frau.

Auf andere Standorte ausweiten

An einem Testtag wird geschaut, ob das Tier umgänglich ist und an die Präsenz fremder Personen und Artgenossen gewöhnt ist. Wenn alles gut läuft, erhält der Hund Zutritt. Die Idee ist laut Projektleiterin Gravante bereits von anderen Firmen übernommen worden. Und weil das Projekt, das vom Tiernahrungsunternehmen Purina (einer Nestlé-Tochter) ins Leben gerufen wurde, so erfolgreich ist, soll es nun auf weitere Standorte in der Schweiz ausgeweitet werden.

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