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Höflichkeit ist revolutionär

Die Politik und das Internet lassen die Menschen verrohen. Auf der anderen Seite behandelt uns die politische Korrektheit wie Kinder. Was tun? Fragen wir nach beim Freiherrn Adolph Knigge.

«Genug»: Eine Schülerin der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland, Florida, sechs Tage nach dem Attentat. Foto: Jonathan Newton (Getty Images)
«Genug»: Eine Schülerin der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland, Florida, sechs Tage nach dem Attentat. Foto: Jonathan Newton (Getty Images)

Michelle Obama, damals noch First Lady im Weissen Haus, forderte in Abgrenzung zu Donald Trump eine «basic human decency» ein, einen grundlegenden menschlichen Anstand. Ihre Rede vom Oktober 2016 wird als die wichtigste ihrer Karriere gefeiert.

Beim Wiederlesen wird einem bewusst, von wie fern ihre Forderung herüberklingt. Man braucht nur an die Opfer und Angehörigen des Schulattentats in Parkland, Florida, zu denken, die seit Wochen von Mitgliedern der American Rifle Association, der amerikanischen Waffenlobby, fertiggemacht werden. Verschiedentlich wird sogar behauptet, das Attentat sei inszeniert gewesen, Schauspieler seien dafür verpflichtet worden, und hinter allem stecke das FBI. Beleg für die These: Einer der Schüler an der Highschool hat einen pensionierten FBI-Agenten als Vater.

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