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Gott, Allah und die heiligen Bücher

Christentum und Islam unterscheiden sich im anderen Selbstverständnis ihrer heiligen Schriften – und im Umgang mit diesen. Die Bibel und der Koran im Vergleich.

Die heiligen Schriften: Bibel und Koran (rechts).Fotos: Carlos Gasparotto (Invision, Laif)/Navesh Chitrakar (Reuters)
Die heiligen Schriften: Bibel und Koran (rechts).Fotos: Carlos Gasparotto (Invision, Laif)/Navesh Chitrakar (Reuters)

Die Bücher

«Kamen die prophetischen Anfälle über Mohammed, fiel er zu Boden, wechselte die Farbe und wurde rot im Gesicht, als läge er im stärksten Fieber; grosse Schweisstropfen bedeckten seine Stirn selbst an den kältesten Wintertagen, er atmete mit einem röchelnden Laut, der an das Schnauben eines Kamels erinnerte.» So schildert der französische Orientalist Emile Dermenghem die Trance­zustände Mohammeds, die einhergingen mit der Offenbarung des Koran. Diese spielte sich zwischen 610 und 632 nach Christus ab, in nur 22 Jahren. Dabei war die Person Mohammeds eher unwichtig, er war nur der Empfänger einer Botschaft, die ihm durch den Engel Gabriel «ins Herz geschenkt» wurde. Der Koran kommt von Gott allein. Nicht ein Mensch, sondern ein Buch ist Ursprung, Quelle, Norm und höchste Autorität für alles Islamische.

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