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«Die Burka ist furchtbar, aber das Burka-Verbot ist falsch»

Bei Konflikten um Kopftuch, Burka oder Satire setzt Heiner Bielefeldt nicht auf staatlichen Zwang, sondern auf Debatte und Aufklärung.

Der Theologe Heiner Bielefeldt empfindet seine katholische Herkunft als hilfreich für sein Amt. Foto: Urs Jaudas
Der Theologe Heiner Bielefeldt empfindet seine katholische Herkunft als hilfreich für sein Amt. Foto: Urs Jaudas

Sie kommen gerade aus dem ­Libanon zurück. Zwingt Sie 
Ihr UNO-Mandat, ständig zu reisen? Müssen Sie Konflikte schlichten? Um Gottes willen, nein. Die Reise in den Libanon war eine Inspektionsreise: Es gehört zu meinem UNO-Mandat, dass ich sogenannte «fact finding missions» unternehme. Das sind Reisen mit dem Ziel, ein umfassendes Bild der Situation der Religionsfreiheit in einem Land zu zeichnen. Im Libanon gibt es einen sehr speziellen religionspolitischen Pluralismus, eine komplizierte konfessionelle Balance, die jetzt unter Druck gerät. Im Mittleren Osten sind starke Kräfte am Werk, die alle Spuren religiöser Vielfalt auslöschen wollen. So halten sich im Libanon derzeit 1,2 Millionen syrische Flüchtlinge auf.

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