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Was wurde eigentlich aus dem Schweizer Adel?

Früher lebten die von Surys alleine in ihrer Burg, heute strömen Touristen durchs Museum. Wie die verbürgerlichte Aristokratie mit ihrem Erbe umgeht.

«Ich bin nicht adelig. Ich bin normal»: Susan von Sury neben ihrem Mann Felix, Schloss Waldegg, Feldbrunnen-St. Niklaus SO. Bild: Fabienne Andreoli
«Ich bin nicht adelig. Ich bin normal»: Susan von Sury neben ihrem Mann Felix, Schloss Waldegg, Feldbrunnen-St. Niklaus SO. Bild: Fabienne Andreoli

Seine adelige Herkunft hat Felix von Sury Büssy unerwähnt gelassen, als er 1987 in Kerala, Indien, um die Hand der Susan Thomas anhielt. Es hätte nichts geholfen. «Meine Eltern waren gegen diese Ehe», sagt Susan, heutige von Sury. Befreundete Familien in Kerala hatten schlechte Erfahrungen mit arabischen Schwiegersöhnen vom Golf gemacht; musste es wirklich ein Ausländer sein? Was die christlichen Eltern dann überzeugte: Der Schweizer war Katholik und Sohn eines Amtsrichters. «Konservativ und katholisch. Das passte, das sind wir auch.» Vom Adel war nie die Rede. Susans Eltern führten einen Bauernbetrieb, waren nicht Teil der indischen Aristokratie. «Ich bin nicht adelig. Ich bin normal», sagt Susan von Sury.

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