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Beinfreiheit für Fiese

In der modernen Fliegerei gilt: Die Kosten tief halten, die Auslastung optimieren. Die beengten Verhältnisse lassen Menschen böse werden.

Für Anstand bleibt kein Platz: Budgetairlines haben vorgemacht, wie man die Kosten senkt. Foto: DDP Images
Für Anstand bleibt kein Platz: Budgetairlines haben vorgemacht, wie man die Kosten senkt. Foto: DDP Images

Es ist das vielleicht günstigste Upgrade in die nächsthöhere Flugklasse: ein kleines, raffiniertes Plastikteil, genannt Knee Defender, das knapp 22 Dollar kostet und wiederverwendbar ist. Über die Wirkung dieses «Knieschoners» war bis anhin wenig bekannt – sie wurde richtiggehend unterschätzt.

Die Klammern aus robustem Hartplastik, farblich auf das Grau von Businessanzügen und Klapptischchen in Linienfliegern abgestimmt, funktionieren simpel. Sie werden an den Aluminiumstreben des Tischchens beidseitig angebracht und blockieren so die Lehne des Vordersitzes: Die Beinfreiheit nimmt zwar nicht zu – aber auch nicht ab, falls der Vorderpassagier beabsichtigen sollte, sich ein bisschen zurückzulehnen. Den Knee Defender einzusetzen, erfordert eine Portion Frechheit, denn es ist ein Upgrade auf Kosten eines andern.

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