Als Pac-Man noch Zukunftsmusik war

Schon in der Hippiezeit schossen Gamefreaks mit Kugeln, doch geknallt hat es nur beim Jackpot.

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Boris Müller@tagesanzeiger

Der Gamer von heute kämpft in virtuellen Welten gegen Gegner in fremden Ländern, Konsolen passen in den Hosensack und 3-D Grafikkarten sorgen für hyperrealistischen Spielspass.

1968, zwölf Jahre bevor mit Pac-Man eine Kugel begann, Punkte zu fressen, erzielte man noch Punkte mithilfe von Kugeln, zum Beispiel an Flipperkästen oder im Mini-Bowling. Auch die Zukunft wurde einem noch aus einer Kugel gelesen. Laut geknallt hat es nur beim Jackpot und Freispiel und gekämpft wurde auf der Strasse - mit echten Steinen gegen den realen Krieg in Vietnam. Streetfighting Man statt Streetfighter quasi.

Natürlich ging es auch damals um Geschicklichkeit, Zeitvertreib und Triebabfuhr. Die Spiele waren aber deutlich weniger blutrünstig und das gemeinsame Abhängen mit der Clique vor einem scheppernden Pinnball stellt man sich irgendwie auch romantischer vor als sozial isolierte World-Of-Warcraft Communities.

Auch wenn früher nicht alles besser war, eins machen die Bilder aus dem Wonderland Arcade in Kansas City deutlich: besser ausgesehen hat es zweifelsohne!

DerBund.ch/Newsnet

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