ABO+

«Ängste werden oft verschwiegen»

Angsterkrankungen kommen in der Schweiz weit häufiger vor als Depressionen. Angstspezialist Joe Hättenschwiler erklärt, warum sie dennoch oft unbehandelt bleiben.

«Eine Angsterkrankung kann jeden treffen»: Dr. med. Joe Hättenschwiler. Foto: Andrea Zahler

«Eine Angsterkrankung kann jeden treffen»: Dr. med. Joe Hättenschwiler. Foto: Andrea Zahler

Silvia Aeschbach

Angsterkrankungen werden immer noch tabuisiert, während ein Burn-out oder eine Depressionserkrankung gesellschaftlich akzeptierter geworden sind. Herr Hättenschwiler, warum ist das so?
Ein Burn-out wird mit Leistung verbunden. Und für Menschen, die sich arbeitsmässig so verausgabt haben, dass sie krank geworden sind, haben wir Verständnis. Über Depressionen wird heute offener gesprochen. Auch darum, weil viele jemanden kennen, der darunter leidet. Es stimmt: Angsterkrankungen werden oft verschwiegen. Denn Angst impliziert Schwäche. Und wer will schon als Angsthase gelten?

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt