«Xhaka wäre früher einfach ignoriert worden»

Was heisst es, Schweizer zu sein? Allein der Streit um diese Frage ist für Kijan Espahangizi ein gutes Zeichen. Weshalb, erklärt der Historiker im Interview.

«Dass wir heute bei jeder Gelegenheit um Zugehörigkeit streiten, ist ein Zeichen für gelingende Integration»: Granit Xhaka löste mit seinem Doppeladler-Jubel eine Debatte um Zugehörigkeit aus. Foto: Keystone<p class='credit'>(Bild: Keystone)</p>

«Dass wir heute bei jeder Gelegenheit um Zugehörigkeit streiten, ist ein Zeichen für gelingende Integration»: Granit Xhaka löste mit seinem Doppeladler-Jubel eine Debatte um Zugehörigkeit aus. Foto: Keystone

(Bild: Keystone)

Spanien nimmt mehr Flüchtende auf, seit sich Italien abriegelt. Dabei zeigt sich das alte Migrationsdilemma zwischen Ideal – alle aufnehmen – und Pragmatismus: logistische Grenzen, politischer Widerstand.
Die Aufnahme von Flüchtlingen ist ein wichtiges Signal in einer Zeit, in der sich die meisten europäischen Länder abschotten. Der Schweiz würde ein solches Signal auch gut zu Gesicht stehen. Doch solange sich die Länder im Wettrüsten gegen Flüchtlinge überbieten, anstatt eine internationale solidarische Antwort zu finden, werden solche Signale allein nicht ausreichen. Das eigentliche Dilemma ist doch, dass Migration und Flucht globale Herausforderungen sind, während die Politik vor allem den nationalen Vorgarten beackert.

Tages-Anzeiger

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