Was gute Lehrer wirklich ausmacht

An Schulen wimmelt es nur so von Bürokraten. In diesen Tagen gilt es, eine alte Qualität zu rehabilitieren – die Autorität.

Verschafft sich Respekt durch unkonventionelle Methoden: Elyas M’Barek als Lehrer Zeki Müller in der deutschen Komödie «Fack ju Göhte». Foto: Constantin Film Verleih

Verschafft sich Respekt durch unkonventionelle Methoden: Elyas M’Barek als Lehrer Zeki Müller in der deutschen Komödie «Fack ju Göhte». Foto: Constantin Film Verleih

Guido Kalberer@tagesanzeiger

Nicht lange ist es her, da wandten Pädagogen ganz selbstverständlich Gewalt an. In der ersten Klasse etwa mussten wir ein Stück Seife essen, wenn wir geschwatzt hatten. Die Lehrerin holte uns nach vorne, wo wir auf einem hölzernen Podest so lange kauen mussten, bis uns vor aller Augen der Schaum aus dem Munde quoll. Der Sekundarlehrer ging gar so weit, uns zur Strafe mit einem Elektrogerät Stromstösse zu versetzen. Erst auf dem Gymnasium gab es keine körperliche Gewalt – und die Angst vor ihr – mehr. An deren Stelle trat, verdeckt, aber nicht weniger schmerzhaft, die emotionale Gewalt, die in einem intellektuellen Umfeld bestens gedieh.

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