Warum so gestresst?

Das Gefühl, zu viel zu tun zu haben, gehört heute zum Dasein vieler Menschen. Daran sind nicht nur die Umstände schuld – sondern auch wir selber. Stress wird zu einer Art Statussymbol.

Statt von Termin zu Termin zu hetzen, könnte man vielleicht... mal blau machen? Foto: Rupert Oberhäuser (Imago)

Statt von Termin zu Termin zu hetzen, könnte man vielleicht... mal blau machen? Foto: Rupert Oberhäuser (Imago)

Einatmen, ausatmen. Mehr hilft nicht, und mehr gibt es erst mal auch nicht zu wissen über Stressbekämpfung. Einatmen, ausatmen. Tief in die Lunge, bis zum Bauch runter. Wer jetzt daran denkt, wie viele Mails zu beantworten sind, wer die Kinder abholt und ob genug zu essen im Kühlschrank ist, hat keinen Stress, sondern vor allem zu viel zu tun. Da man auf die Nahrung und die Kinder nicht verzichten kann, zumindest nicht dauerhaft, bleibt nur: Smartphone ausmachen, nicht über jedes Stöckchen springen, das einem hingehalten wird. Das stresst natürlich auch, dieses Gefühl, nicht zu performen. Nicht total belastbar zu wirken. Deswegen sagen die wenigsten «Ich kann nicht mehr», sondern «Ich bin im Stress».

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