Schweiz ist das drittbeste Land für Zuwanderer

Wirtschaftslage, Einwanderungspolitik, internationale Wahrnehmung: In einem neuen Ranking sind zwei Staaten noch besser klassiert als die Schweiz.

Starthilfe für Einwanderer: Eine albanische Frau in einem Deutschkurs im kantonalen Integrationsbüro in Chur.

Starthilfe für Einwanderer: Eine albanische Frau in einem Deutschkurs im kantonalen Integrationsbüro in Chur. Bild: Gaetan Bally/Keystone

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«Wirtschaftlich stabil», «guter Arbeitsmarkt», «Einkommensgleichheit» und «ein Ort, an dem ich gerne leben würde»: Nach diesen vier Kriterien hat das amerikanische Nachrichtenmagazin «U.S. News & World Report» eine Umfrage zu 80 Ländern durchgeführt. Das Resultat ist für die Schweiz erfreulich: Sie ist ganz vorne dabei, wie das neue Ranking zeigt.

Nur Schweden, das als Wohlfahrtsstaat seit langem als Zufluchtsort für Migranten gilt, und Kanada sind noch besser platziert. Die Schweiz liegt aber vor klassischen Einwanderungsländern wie Australien und den USA sowie seinem Nachbarn Deutschland. Der Bericht führt das neben der guten Wirtschaftslage unter anderem auch auf die Neutralität zurück, die das Land für Zuwanderer attraktiv macht.

Das wirkt sich auf den Ausländeranteil aus. Laut der Weltbank machen die Zuwanderer gut 29 Prozent der Schweizer Bevölkerung aus. Das Bundesamt für Statistik spricht für das Jahr 2016 von 24,9 Prozent. Nichtsdestotrotz zeigt der Vergleich der Weltbank von 2015, dass die Schweiz einen der grössten Ausländeranteile in Europa hat.

Die Schweiz gilt also als eines der vorteilhaftesten Länder, um Einwanderer zu sein. Bei der Gesamtbewertung von «U.S. News & World Report», die im März dieses Jahres erschien, wurde sie sogar erstmals als «bestes Land» weltweit ausgezeichnet. Mehr als 21’000 Personen aus allen Regionen der Welt hatten an der Umfrage teilgenommen. (wig.)

Erstellt: 12.07.2017, 16:45 Uhr

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