Jetzt belächelt sie keiner mehr

Bei Telebasel galt sie als TV-Küken. Heute hält man sie für das «Postergirl» der neuen Rechten. Wie sieht sich Tamara Wernli selbst?

Der Opferdiskurs der Feministinnen geht ihr auf die Nerven: Tamara Wernli in einem Basler Restaurant. Fotos: Kostas Maros (13 Photo)

Der Opferdiskurs der Feministinnen geht ihr auf die Nerven: Tamara Wernli in einem Basler Restaurant. Fotos: Kostas Maros (13 Photo)

Michèle Binswanger@mbinswanger

Ihre Lieblingsfigur aus «Game of Thrones» ist Cersei Lannister, die grausame Königin. Nicht Tyrion, der listige Zwerg, auch nicht die mächtige Drachenmutter Daenerys. Die Schurkin Cersei hat es Tamara Wernli angetan.

Das ist ziemlich weit entfernt vom Bild, das die Basler sich von «ihrer» Tamara Wernli lange machten. 20 Jahre lang moderierte sie die News auf Telebasel, in Basel ist sie eine Institution: geliebt, gehasst, belächelt und geschmäht; als Moderatorin mit «Hello Kitty»-Touch, schönste Baslerin, TV-Küken, Kultfigur und Klatschreporterin oder als apolitisches Naivchen, auf Kriegsfuss «mit dem Plusquamperfekt». Nur als Schurkin galt sie nicht.

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