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3000 Zelte blieben im Sittertobel

Nach vier Tagen am Openair St. Gallen haben die Besucher drei Viertel der Zelte wieder abgebrochen. Damit scheint das neu eingeführte Zelt-Depot zu fruchten – zumindest auf den ersten Blick.

Viele Zelte wurden zwar aus dem Gelände getragen, dann aber weggeworfen: Das Sittertobel am Openair-Sonntag 2014.
Viele Zelte wurden zwar aus dem Gelände getragen, dann aber weggeworfen: Das Sittertobel am Openair-Sonntag 2014.
Keystone
Am letzten Tag öffnet Petrus die Schleusen: Festivalbesucher tanzen im Sittertobel im Schlamm. (29. Juni 2014)
Am letzten Tag öffnet Petrus die Schleusen: Festivalbesucher tanzen im Sittertobel im Schlamm. (29. Juni 2014)
Ennio Leanza, Keystone
... herrscht perfektes Festivalwetter. (27. Juni 2014)
... herrscht perfektes Festivalwetter. (27. Juni 2014)
Ennio Leanza, Keystone
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Das Openair St. Gallen kämpft mit immer neuen Ideen gegen die stetig wachsenden Abfallberge. In diesem Jahr wurde das Zeltdepot eingeführt. 75 Prozent der Zelte wurden wieder mitgenommen, teilten die Organisatoren heute mit. Sie zeigten sich mit diesem Wert zufrieden.

Noch nie war das Openair St. Gallen so schnell ausverkauft wie 2014: 20'000 «Earlybirds» waren am vergangenen Donnerstag aufs Gelände gelassen worden. Von Freitag bis Sonntag waren es 30'000, welche die Konzerte auf den beiden Bühnen genossen.

11'300 Zelte bei 30'000 Besuchern

Weil die Abfallberge auf dem Openair-Gelände von Jahr zu Jahr grösser wurden, mussten die Besucher des Festivals diesmal neu für ihr Zelt ein Depot von 20 Franken zahlen. Als Pfand erhielten sie eine Plakette. Nur wer sein Zelt am Schluss beim Ausgang vorzeigte, erhielt das Depot zurück.

Von den 11'300 Zelten, für die eine Plakette gelöst wurde, seien 75 Prozent wieder mitgenommen und das Depot rückvergütet worden, heisst es in der Mitteilung.

Die Quote der mitgenommenen Zelte sei deutlich höher als im Vorjahr. Hätte es am Sonntag nicht noch geregnet, hätten laut Veranstalter noch mehr Leute ihre Zelte zusammengepackt und mitgenommen.

Ausserhalb des Geländes entsorgt

Rund 3000 Zelte blieben im Sittertobel liegen. Was die Festivalmacher verschweigen: Viele Besucher liessen ihre Zelte allerdings einfach ausserhalb des Geländes liegen, nachdem sie das Depot zurückerhalten hatten.

Auch die Rücklaufquote bei den Bechern werten die Veranstalter als Erfolg. 93 Prozent der Mehrwegbecher wurden an den Verkaufsständen wieder zurückgegeben.

Das Abfallproblem am Openair St. Gallen lässt sich trotz diverser Verbesserungen nicht verleugnen: Wurden nach dem Festival 2008 noch 100 Tonnen Abfall gesammelt, waren es 2012 bereits rund 180 Tonnen und nach dem grossen Schlammfestival im vergangenen Jahr 220 Tonnen.

(SDA)

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