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Wo entstand das Fischgericht Ceviche?

Paul Imhof beantwortet Fragen zum leiblichen Wohl, zu Völlerei und Fasterei, zu Küchen und Kellern.

Im Sommer gibt es nichts Besseres als Ceviche. Im Balkanraum bekommt man es oft vorgesetzt und natürlich in Peru und Südamerika. Aber nicht in der Schweiz. Warum gibt es hier so wenig Ceviche auf den Speisekarten? Wer hat es erfunden? A. R.

Lieber Herr R.,

Auf Schweizer Speisekarten findet man Ceviche vermutlich deshalb so selten (obschon manchmal das Gegenteil behauptet wird), weil auch Köche Moden und Trends unterworfen sind. Oder zumindest meinen, es sein zu müssen. Deshalb wird hierzulande roher Fisch meistens mit Sashimi und Sushi gleichgesetzt, als wären wir seit Jahrhunderten vertraut mit diesen japanischen Alltagshappen. Dabei war es noch vor 20 Jahren praktisch unmöglich, in der Schweiz frischen Thunfisch zu kaufen. Heute findet man Nigiri und Maki in jedem besseren Supermarkt. Dass es im Tessin eine vergleichbare Spezialität gibt, scheinen nur wenige zu wissen: Lavarelli in carpione sind kurz gebratene Felchen, konserviert in Essig, Bouillon, Weisswein, Gewürzen und Gemüse.

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