Zum Hauptinhalt springen

Mehr Droge als Frucht

Wann immer wir eine Durian essen, verschlingt sie umgekehrt auch uns. Kein Wunder, die Tropenfrucht hat doppelt so viele Gene wie wir.

Stinkende Offenbarung: Der Duft dieser Tropenfrucht erinnert an Sex und Tod gleichzeitig. Foto: Silvio Knezevic
Stinkende Offenbarung: Der Duft dieser Tropenfrucht erinnert an Sex und Tod gleichzeitig. Foto: Silvio Knezevic

Zu einer Zeit, als Fledermäuse ihre ersten Flugversuche unternahmen und die Temperaturen auf der Erde so hoch waren, dass in der Antarktis Palmen wuchsen, kam es bei einem primitiven Kakaobaum plötzlich zu einer Mutation, bei der sich die Grösse des Genoms praktisch verdoppelte. Die neu entstandene Pflanze war dadurch unfähig, sich mithilfe ihrer nächsten Verwandten zu vermehren. Sie starb jedoch nicht aus, sondern verbreitete sich per Selbstbestäubung in den urzeitlichen Regenwäldern. Dort mutierten auch ihre überschüssigen und funktionslosen Gene auf eigene, ganz spezielle Weise. Der Selektionsdruck sorgte dafür, dass der Baum schliesslich anfing, mit seiner Dschungelumgebung zu reden.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.