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Hungrige Augen

Das Fotografieren und Ansehen von Essen – genannt Foodporn – gehört zum Alltag vieler Menschen. Mittlerweile lässt sich damit in sozialen Medien gut Geld verdienen.

Erst fotografieren, dann ins Netz stellen, dann essen: Millionen teilen ihre Mahlzeiten erst mit der Welt und dann mit den Tischnachbarn. Foto: Gallery Stock
Erst fotografieren, dann ins Netz stellen, dann essen: Millionen teilen ihre Mahlzeiten erst mit der Welt und dann mit den Tischnachbarn. Foto: Gallery Stock

Das Internet schafft erstaunliche Bildwelten: Katzenporträts, Kübel voller Eiswürfel, Fotos dünner Oberschenkel. Dazu Essen, Unmengen von Essen.

Derzeit verspüren Millionen Menschen das Bedürfnis, Nahrung zu fotografieren oder sich Fotos von Nahrung anzusehen. Im Internet hat sich dafür der Name Foodporn eingebürgert, ein Mischwort aus Essen und Pornografie. Unter dem entsprechenden Hashtag finden sich auf dem Fotodienst Instagram über 92 Millionen Bilder (vor einem Jahr waren es noch 54 Millionen). Es gibt unzählige Blogs, die ein einziges Motiv zeigen: aufwendig drapierte Gerichte. Die Kommentare dazu klingen wie Untertitel eines Pornofilms: «Yummmmmi», «Wooow», «Yessss!».

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