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Der lateinische Weg der Glückseligkeit

Manche mögens beim Reisen luxuriös: Auch in Mittel- und Südamerika setzt sich die 60 Jahre alte, urfranzösische Idee der «Route du Bonheur» durch. Sie steht für komfortable Unterkünfte und gutes Essen.

Den ersten Höhepunkt haben wir schon nach der Einreise aus Paraguay nach Argentinien erlebt: Die Iguazú-Fälle an der Grenze zu Brasilien sind ein gigantisches Naturspektakel, das die Touristenmassen anzieht. Im Vergleich dazu kommt einem der Rheinfall wie Katzenpipi vor. Doch Patagonien ganz im Süden hat noch weitere magische Destinationen. El Calafate ist der Hauptort des Departements Lago Argentino in der Provinz Santa Cruz, die mit Feuerland und zwei weiteren Provinzen Patagonien bildet. Das Städtchen sieht aus wie die Kulisse eines Goldgräberfilms, mit Spielcasino, Fast-Food-Restaurants und Pensionen an der Hauptstrasse; an den Bergflanken kleben ein paar Hotels. Doch sobald man die letzten Häuser hinter sich hat, überkommt einen die transzendente Leere.

Argentiniens Unermesslichkeit haben wir bereits erfahren: Dreieinhalb Stunden hat der Flug aus Buenos Aires gedauert, und das ist bei weitem nicht die längste Strecke, die man in diesem Land zurücklegen kann: Von der Grenze zu Bolivien im Norden bis hinunter nach Ushuaïa sind es 3700 km. Flöge man dieselbe Strecke ab Zürich, wäre man in Damaskus oder an Norwegens Nordkap.

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