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Es gilt das diktierte Wort

Die Schweiz lamentiert über die Akademisierung aller möglichen Berufe. Ihre kaum zur Kenntnis genommene Kehrseite ist aber die Entakademisierung der Universitäten.

Das Individuelle und Singuläre zählt nicht: Studierende im Lichthof der Universität Zürich. Foto: Reto Oeschger
Das Individuelle und Singuläre zählt nicht: Studierende im Lichthof der Universität Zürich. Foto: Reto Oeschger

Das Erste, was Christiane Florin an ihren Studenten auffiel, «waren diese grossen Wasserflaschen aus Plastik». Statt an den Brüsten der Weisheit ihrer Alma Mater nuckele die heutige Studentengeneration lieber an der PET-Flasche, stellte die Bonner Lehrbeauftragte für Politische Wissenschaft entsetzt fest. Und schrieb, ausgehend von dieser Beobachtung, prompt ein Büchlein zur grossen Rätselfrage: «Warum die Studenten so angepasst sind.» Es ist gewiss unterhaltsam, die Ressentiments der grassierenden Studentenschelte – Bulimie-Lernen, Fixierung auf Prüfungsrelevanz, Unselbstständigkeit, Credit-Point-Fetischismus, kattastrofale Ottografie – immer wieder aufs Neue zu bedienen.

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