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Austauschstudenten sorgen für neuen Rekord

Europas Studenten sind so mobil wie noch nie: Im letzten Jahr nutzten über 231'000 Studierende das Austauschprogramm Erasmus, um Auslandserfahrungen zu sammeln. Drei Länder waren besonders beliebt.

Unter anderem Austauschsemester an deutschen Universitäten sind besonders gefragt: Blick in die Bibliothek der Freien Universität in Berlin.
Unter anderem Austauschsemester an deutschen Universitäten sind besonders gefragt: Blick in die Bibliothek der Freien Universität in Berlin.
Keystone

Seit 25 Jahren existiert das Studenten-Austauschprogramm Erasmus und erfreut sich immer grösserer Beliebtheit. Mehr als 231'000 Studierende erhielten im Hochschuljahr 2010/11 ein Stipendium für ein Studium oder Praktikum im Ausland.

Nach Angaben der EU-Kommission von heute entspricht dies einem neuen Rekord und einer erneuten Steigerung um 8,5 Prozent gegenüber dem Zeitraum 2009/2010. Die drei beliebtesten Ziele der Erasmus-Studierenden waren Spanien, Frankreich und Deutschland. Spanien schickte auch die meisten Studierenden ins Ausland, erneut gefolgt von Frankreich und Deutschland.

Das Studenten-Austauschprogramm Erasmus wurde 1987 von der EU ins Leben gerufen. Seitdem haben über 2,5 Millionen Studenten einen Aufenthalt an einer Hochschule oder ein Praktikum in einem Unternehmen im Ausland absolviert.

Über 4000 Hochschulen beteiligt

«In diesen schwierigen Zeiten sind die Fähigkeiten, die während eines Erasmus-Aufenthalts erworben werden, wertvoller denn je», erklärte Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend. Sie sprach bezüglich Erasmus von «einer der grössten Erfolgsgeschichten» der EU.

An der grenzüberschreitenden Bildungsinitiative beteiligen sich inzwischen über 4000 Hochschuleinrichtungen in 33 Ländern. Die Schweiz ist seit 1992 bei Erasmus dabei, in den letzten Jahren als «indirekter Partner». Seit Herbst 2011 ist die Schweiz nun Dank des Bildungsabkommens mit der EU Vollmitglied.

«Erasmus für alle»

Beim neuen EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, «Erasmus für alle», ist die Schweiz noch nicht dabei. Das Gesamtprogramm soll von 2014 bis 2020 laufen und ein Budget von 19 Milliarden Euro erhalten.

Die Schweiz gehört aber nach Kommissionsangaben zur Liste möglicher Drittstaaten, die zum Programm stossen könnten. Man werde mit der Schweiz in Kontakt bleiben, um einen problemlosen Übergang zum neuen Programm zu ermöglichen.

SDA/rbi

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