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Bethlehem bereitet sich auf Heiligabend vor

Zu tausenden besuchen Pilger heute das Städtchen, in dem einst Jesus Christus zur Welt gekommen sein soll. Doch der Ort ist geprägt vom Nahostkonflikt – durch die Stadt geht auch der israelische Grenzwall.

Die Stadt Bethlehem im Westjordanland hat sich am Freitag auf die Weihnachtsfeierlichkeiten vorbereitet. Bei strahlendem Sonnenschein und mit Girlanden geschmückt präsentierte sich der Geburtsort Jesu den Besuchern, die eigens zu Weihnachten ins Heilige Land gereist sind.

Blasorchester und Pfadfinder probten für die Prozession zum Empfang des lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Fuad Twal. Twal sollte am Nachmittag in Bethlehem eintreffen und am Abend die Mitternachtsmesse in der St.-Katharinenkirche neben der Bethlehemer Geburtskirche leiten.

Jedes Jahr 1,5 Millionen Besucher

Twal ist der ranghöchste Geistliche der römisch-katholischen Kirche im Heiligen Land. An der Messe will auch Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas teilnehmen. Über das Jahr verteilt zählte Bethlehem 1,5 Millionen Besucher, ins Heilige Land reisen insgesamt mehr als drei Millionen Menschen.

Dieses Jahr reisten rund 500 Christen aus dem von Israel abgeriegelten Gazastreifen nach Bethlehem, um dort Weihnachten zu feiern. Das israelische Militär lockerte als Geste des guten Willens wegen der bevorstehenden Weihnachtsfeiertage vorübergehend die Abriegelung. Christen machen derzeit nicht einmal mehr zwei Prozent der Bevölkerung im Gazastreifen und Westjordanland aus. 1950 waren es noch rund 15 Prozent.

Das Leben der Christen im Nahen Osten wurden in diesem Jahr von einem Anschlag auf eine Kirche in der irakischen Hauptstadt Bagdad erschüttert, bei dem neben sieben Sicherheitskräften und den Angreifern 44 Gläubige und zwei Priester getötet wurden. Der Vorfall vom 31. Oktober trieb nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mehrere tausend Christen zur Flucht aus dem Irak. Zu dem Anschlag bekannte sich das Terrornetzwerk al-Qaida. In Bagdad wurden in diesem Jahr die Mitternachtsmessen abgesagt.

AFP/oku

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