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Zwischen Spott und Selbstironie

Das Museum Haus Konstruktiv blickt für einmal weit in den Osten – und zeigt eine grossartige, facettenreiche Ausstellung zur zeitgenössischen Kunst Japans.

Es ist das eigentliche Herzstück der Ausstellung «Logical Emotion – Contemporary Art From Japan»: Yayoi Kusamas «LOVE IS CALLING». Die zimmergrosse Installation musste mithilfe mehrerer Kräne aufgebaut werden – und sieht ein bisschen aus wie ein Partyraum für Kunstafficionados: ringsum verspiegelt und mit aufblasbaren, regenbogenfarbigen Stalagmiten und -titen versehen. Yayoi Kusama (geb. 1929), LOVE IS CALLING, 2013. David Zwirner, Victoria Miro Gallery, Ota Fine Arts, Yayoi Kusama Studio Inc.
Es ist das eigentliche Herzstück der Ausstellung «Logical Emotion – Contemporary Art From Japan»: Yayoi Kusamas «LOVE IS CALLING». Die zimmergrosse Installation musste mithilfe mehrerer Kräne aufgebaut werden – und sieht ein bisschen aus wie ein Partyraum für Kunstafficionados: ringsum verspiegelt und mit aufblasbaren, regenbogenfarbigen Stalagmiten und -titen versehen. Yayoi Kusama (geb. 1929), LOVE IS CALLING, 2013. David Zwirner, Victoria Miro Gallery, Ota Fine Arts, Yayoi Kusama Studio Inc.
Stefan Altenburger
Bei den dreizehn vorgestellten Positionen handelt es sich nicht nur um Werke von Kunstschaffenden im klassischen Sinne – also Malern, Bildhauern und Fotografen –, sondern es wurden auch Werke von Grafikdesignern, Elektromusikern oder, wie hier im Bild, Keramikmalern in die Schau integriert.Masayasu Mitsuke (geb. 1975), Keramikmalerei.
Bei den dreizehn vorgestellten Positionen handelt es sich nicht nur um Werke von Kunstschaffenden im klassischen Sinne – also Malern, Bildhauern und Fotografen –, sondern es wurden auch Werke von Grafikdesignern, Elektromusikern oder, wie hier im Bild, Keramikmalern in die Schau integriert.Masayasu Mitsuke (geb. 1975), Keramikmalerei.
Stefan Altenburger
Der einzige Künstler in der Ausstellung, der nicht mehr lebt, ist Koji Enokura (1942–1995), der zum Umkreis der sogenannten Monoha-Bewegung zählte, die während der späten 60er- und frühen 70er-Jahre aufkam. Wie der Name andeutet (mono bedeutet «Material»; ha bedeutet «Schule»), kombinierten die Monoha-Künstler gern Naturmaterialien wie Stein und Holz mit künstlichen Materialien wie Eisen, Papier, Schnur und Gummi. Enokuras Interesse für Bewegung kommt in dieser Fotografie zum Zuge, in der man einen Bleiklumpen eine Rampe hinunterpoltern sieht.Koji Enokura, P.W.-No.41, Symtom - Lump of Lead to the Sky, 1971. Private collection © Michiyo Enokura.
Der einzige Künstler in der Ausstellung, der nicht mehr lebt, ist Koji Enokura (1942–1995), der zum Umkreis der sogenannten Monoha-Bewegung zählte, die während der späten 60er- und frühen 70er-Jahre aufkam. Wie der Name andeutet (mono bedeutet «Material»; ha bedeutet «Schule»), kombinierten die Monoha-Künstler gern Naturmaterialien wie Stein und Holz mit künstlichen Materialien wie Eisen, Papier, Schnur und Gummi. Enokuras Interesse für Bewegung kommt in dieser Fotografie zum Zuge, in der man einen Bleiklumpen eine Rampe hinunterpoltern sieht.Koji Enokura, P.W.-No.41, Symtom - Lump of Lead to the Sky, 1971. Private collection © Michiyo Enokura.
Stefan Altenburger
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Sieh an! Selbst Hello Kitty hat böse Stiefschwestern. Gleich Dutzende davon. Und wie sich das für derartige Verwandte gehört, kontrastieren sie kräftig mit dem zuckersüssen Zeichentrickkätzchen – und geben sich zickig-puristisch. Kein Wunder, schliesslich bestehen sie ganz aus simplen typografischen Elementen und geometrischen Grundformen. Erschaffen wurden sie vom japanischen Grafikdesigner Kazunari Hattori, der sie auf Weltformatplakate gedruckt und mit selbigen einen ganzen Raum im Museum Haus Konstruktiv tapeziert hat.

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