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Vöglein und Fleischwölfe

Am Open Air Kiental geht es ruhiger zu als an den Mainstream-Festivals. Hier finden auch Meditationsskeptiker ihren Seelenfrieden.

Open Air Kiental im Berner Oberland: Hier wird nach dem «Einklang» mit der Natur gesucht.
Open Air Kiental im Berner Oberland: Hier wird nach dem «Einklang» mit der Natur gesucht.
zvg

Dojo statt Party-Dome, Friedensmeditationen statt Massenpogen und einheimische Musiker und Bands anstelle von grossen Shows und Sponsoren: Das Natural Sound Open Air Kiental ist eines der harmonischsten Festivals in Berns Umgebung. So landet man bei der Durchsicht des Programms auf Webseiten, auf denen Vöglein zwitschern, oder bei Männern mit Gitarre, die bedächtig in die Ferne schauen. Doch das Festival im postkartengrünen Kiental ist mehr als ein heimatschützlerischer Weltverbesserer-Event.

Hier wird nicht nur nach dem «Einklang» mit der Natur gesucht, sondern auch nach asymmetrischen Tönen – und das gleich zu Beginn. Mit Jütz (Freitag) eröffnet eine Band das Festival, die ihre Musik als «hochmodernen Partikelfilter gegen die akustische Umweltverschmutzung des alpinkulturellen Degenerationsprozesses» versteht. Wie das klingt? Nach alpiner Musik, die durch den Fleischwolf der Gegenwart gepresst wird.

Weiter gibts feingliedrigen Pop des Duos Eclecta, schräge Balladen von The Dead Lullabies oder die Berner Afrobeat-Gruppe Nkonsonkonson Star Band (alle Samstag). Neu ist dieses Jahr die Bühne für Spoken Word und Musik, das Chiene-Huus, gebaut mit Mondholz. Und spätestens hier finden auch Meditationsskeptiker ihren Seelenfrieden.

Kiental Freitag, 6., bis Sonntag, 8. Juli.

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