«Velofahrer mit Rückenwind»

I wette, i ghöre am Motor vo däm, wo hingedra isch, wi dä druff isch.

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So isch chürzlech der Titu ir Zytig gsy. Velofahre u Velowäge – grosses Thema u itz uf ds Mau totau in. Velofahre isch d Zuekunft, nümm nume für di Doofe u Grüene. Velofahre isch scho fasch «me». Me fahrt Velo. O we di meischte ja ender mit de Bei zable – der Räschte macht ds E-Bike. Esu-­Bike. Donkey-­Bike. Mys isch immer no ne Drahtesu, u i beharre druff. Wi ne Esu haut.

Auso zum Titu: Velofahrer mit Rüggewind. Denn, won is gläse ha, han i es giftigs Grinse nid chönne verhindere, wüu i innerhaub vo vierzäh Tag grad zwöimau vom Sytewind fasch um­gnietet wär worde. Hingereluege, Arm use, wöue links abbiege – wam! Sytewind, u der Schnäuer u Feisser isch düre gsy. Uf Nummero luege kes Thema, müesse ufpasse, dass i nid i Randstei fahre u di waggelige Chnöi i Griff über­chume. Oh ja, Rüggewind wär super!

Gly druf wider mau schön vor em Kreisu zmitts ygfädlet, für äbe i Kreisu ynezfahre – wam! Fahrt mer eini vou näbedra zum Überhole. Ig dummi Schnure wi geng i dene Momänte u ersch no frouefindlech. Mir wurscht. Weit der itz de begryffe, dass der Ungerschid drinne ligt, dass dir es Chribeli heit, aber ig eventuell d Flügeli fasse, we das schief geit? I gah itz mau dervo us, dass d Zucheler nid dümmer sy weder au anger – auso chunnt settigs ständig u überau vor. I cha ja verstah, dass Velofahrer chöi närve. S git o gnue, wo würklech blöd tüe, aber glych! Die zwe Sekunde Warte, bis vor em Kreisu gsehsch, wo der Drahtesu dürewott, die müesse eifach sy. Wenn e Hung uf der Strass wär, würdsch o warte. I briche itz haut eifach mau e grossi Lanze für d Velofahrer. I bi Fan. Hardcore. Cha nüt angers.

Wo ni vor mängem Jahr mau so rein vom Chopf här ha wöue lehre Outo­fahre, han i nach öppe acht Stung entnärvt ufghört. Jedes Mau gschwitzt wi ne Bär u Chrämpf i de Scheiche, bärndütsch gseit. Eifach nid mys Tämpo. Woby, wenn itz luegsch, wi das mängisch vorwärts geit uf de Outo­bahne, de mögt i s fasch wider verlyde.

Aber Velofahre isch Zuekunft. I liebes heiss u innig, mys Gfährt. S isch scho aut, knütschrot, u nes Lüchtbändeli, wo mer üsi Fründe u Häufer gschänkt hei, hanget o geng dranne. Immer i der Hoffnig, me gsäch mi u heig Abstand. Aber das wird geng schwiriger. D Velostreife si geng no di glyche sit viune Jahr. Aber d Chäre wärde geng grösser u breiter. Nach wi vor hocket meischtens nume ei Person drinn, brucht aber Platz wi nes Schlachtschiff. U der Strasseverchehr isch Schlacht! Äuä vor luter Schiss, z nach a Mittustreife z cho, fahre teu da scho lieber no mit eim Pnö uf e Velo­streife. Oder we d Parkplätz derna sy, doch ganz gärn no mit em ne Viertu Outofüdle – uf e Velostreife. Ideau si Parkplätz näbe Velostreife sowieso. Da tuet immer wider mau öpper überraschend d Türe gäge d Strass uf. Eifach so, für üsi Reaktion z teschte. Dumm, we d de churz hingedra o no eine hesch. Dir gseht: Es fäut der Esu-Gattig nid a Problem. U bitte machet üsi Wäge nid mit däm rote Belag – dä brämset nämlech e chly, u mir sy sowieso scho di Langsame. U füehret de di wunderbar grosszügige, zuekünftige Radwäge nid weiss nid wi wyt um ds Züg um, dass me dopplet so lang für d Strecki het! U vor auem – fraget di regumässig Fahrende. Machets nid eifach am Schribtisch. S isch no extrem viu Luft gägen obe, was d Velowäge betrifft. Angscht han i nume, dass me de die grossartige Nöierige brucht, für üs läschtegi Schnägge us em Verchehr z verbanne. Aber: Velofahrer si hert im Näh. Bi jedere Tämperatur dusse, nid im gheizte Truckli. Immer aues ­yschnufe u müesse lose.

Aber s isch o luschtig. I wette, i ghöre am Motor vo däm, wo hingedra chunnt, wi dä druff isch. Nützt nüt, aber luschtig ischs glych. U me erläbt mängisch so diräkti Begägnige. So bin i o mau i den Arme vom ne wiudfrömde Ma glandet, wüu dä nöime use­gsecklet isch, mir vou i ds Rad. Wär gruusig gfloge, we dä nid fantastisch gschaute hätt u mi eifach i d Arme gnoh.

Das erläbsch bim Outofahre garantiert nid. Aber i wett itz hurti aui virtuell verknuddle, wo Sorg hei u we mi en Outofahrer fründlech dürewinkt, won i ke Vortritt hätt – de han i würklech Rüggewind.

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