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Und niemand hat es kommen sehen

Was bringt einen Mann dazu, sich und seine Familie auszulöschen? Dieser Frage geht die Theatergruppe Zellstoff in ihrem neusten Stück «Nach der Arbeit» nach.

Wenn der nette Nachbar plötzlich zum Täter wird: «Nach der Arbeit» beleuchtet ein Tabuthema.

Wenn der nette Nachbar plötzlich zum Täter wird: «Nach der Arbeit» beleuchtet ein Tabuthema.

(Bild: Ingo Höhn)

Ein völlig aufgelöster Täter steht an der Bushaltestelle, kurz nachdem er seine Familie umgebracht hat. Im Berner Tojo-Theater wird er von drei Schauspielern verkörpert: Patric Gehrig, Jürg Plüss und Julia Schmidt beschreiben den Tathergang akribisch aus der Ichperspektive. Man erfährt, von wo der Mann Decken geholt hat, wie er sie faltet, um danach den Spalt vom Garagentor sorgfältig abzudichten. Wie er sich in sein Auto setzt und darauf wartet, dass die Abgase durch die Fenster zu ihm ins Wageninnere strömen. Er hat die Kontrolle völlig verloren und wartet nur noch auf seinen Tod.

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