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Werner Düggelin erhält Kunstpreis der Stadt Zürich

Der 84-jährige Theaterregisseur verhilft abgestandenen Klassikern zu einer stupenden Eleganz. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Musikverleger und -produzent Patrik Landolt.

Ausgezeichnet: Theatermacher Werner Düggelin, aufgenommen 2009 in Basel.
Ausgezeichnet: Theatermacher Werner Düggelin, aufgenommen 2009 in Basel.
Gaetan Bally, Keystone

Etwas spät, aber völlig zu Recht: Der Theaterregisseur Werner Düggelin erhält den Kunstpreis der Stadt Zürich, der mit 50 000 Franken dotiert ist. Die jährlich verliehene Auszeichnung kommt insofern etwas spät, weil Düggelin, der 1950 als Beleuchter am Zürcher Schauspielhaus begonnen hat, inzwischen 84 Jahre alt ist. Aber sie kommt nicht zu spät. Denn Düggelin, 1929 in Siebnen (SZ) geboren, vollbringt auch im Herbst seiner Karriere immer noch Aussergewöhnliches: Unter den regieführenden Kräften ist der Schweizer Regisseur einer der grossen Leichtnehmer, der selbst abgestandenen Klassikern zu einer stupenden Eleganz verhilft, so etwa Molières «Bürger als Edelmann», der in seiner Regie aktuell am Schauspielhaus Zürich zu sehen ist.

Seine wichtigste Theaterzeit hatte Düggelin zweifelsohne als Direktor des Basler Theaters, dem er zwischen 1968 und 1975 zu internationaler Bedeutung verhalf. Seit dem Ende seiner Basler Intendanz arbeitet Düggelin als freier Regisseur an fast allen grossen Bühnen im deutschsprachigen Raum, aber auch in Paris. Sein letztes Regiewunder vollbracht Düggelin 2011, als er in Basel Eugène Ionescos «Unterrichtsstunde» mit leichter Hand auf die Bühne zauberte – obwohl darin die Schülerinnen am laufenden Band abgeschlachtet werden.

Preis für Patrik Landolt

Die Auszeichnung für kulturelle Verdienste, mit 15 000 Franken dotiert, erhält der Musikverleger und Musikproduzent Patrik Landolt, der die Jazz-Festivals «Taktlos» und «Unerhört!» mitbegründet hat. Mit dem Label «Intakt Records» veröffentlicht Landolt seit 1986 zeitgenössische Jazzmusik im Grenzbereich zwischen Improvisation und Komposition.

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