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Unpolierte Bubenträume

Beschwingt inszeniert und von kräftigem Humor geprägt: Patricia Benecke zeigt im Stadttheater eine ungehobelte und urkomische Bühnenfassung von Mark Twains «Die Abenteuer des Tom Sawyer»

Helikoptereltern seien gewarnt. Aus Fürsorge werden sie vielleicht ihre Schützlinge nicht zusehen lassen, wie der Lügenbold Tom Sawyer schliesslich kriegt, was er will. Oder wie er auf Gräber pupst, sich eines Suffkopfs erbarmt, von seiner eigenen Beerdigung träumt.

Das diesjährige Weihnachtsmärchen des Konzerttheaters Bern ist ungehobelt und urkomisch (Bühnenfassung: Marco Süss). Die beiden Protagonisten Tom Sawyer (Tobias Krüger) und Huckleberry Finn (David Berger) sind eingespielt, wie es beste Kumpels sein können. Inmitten des fiktiven St. Petersburg am Mississippi regieren die Bubenträume und der Schalk. Erziehungsberechtigte und Pädagogen können hier gar nicht anders, als sich dem anzuschliessen. Sie wechseln Rolle und Kostüm in teils erstaunlichem Tempo, singen und tanzen für die jungen Zuschauer oder auch mit ihnen.

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